Bei der Pferdeosteopathie nach der Dorn-Methode werden Gelenk- und Wirbelsäulenblockaden auf sanfte Art gelöst. Das Pferd wird dabei ganzheitlich betrachtet.
Ursachen behandeln, nicht Symptome bekämpfen - deblockieren, nicht einrenken
Bericht und Fotos
Bericht von Melanie Kuratli
Anlässlich des Theoriabends wurden die Mitglieder des Reitvereins und Interessierte in die Reithalle im Soor eingeladen. Das Thema des Abends war „Biomechanik, Beurteilung und Therapieformen beim Pferd“.
Unser Vereinsmitglied Karin Forrer-Schönenberger hat sich zur Dorn-Osteopathin ausbilden lassen und die Ausbildung im Frühjahr erfolgreich abgeschlossen.
Im ersten Teil des Abends vermittelte Karin uns die Theorie anhand eines Vortrags im Reiterstübli. Ihr Ziel war es, uns Rösseler, Reiter, Fahrer und Pferdebesitzer zu sensibilisieren und unsere Arbeitsweisen zu hinterfragen. Oft schleichen sich kleine Fehler in den Jahren ein und können eine grosse Auswirkung auf die Gesundheit und das Wohl unserer Vierbeiner haben. Sind dies doch viele verschiedene Einflussfaktoren, die das Wohlbefinden eines Pferdes beeinflussen können.
Wie ist das Pferd von der Natur gebaut? Wie funktioniert das Nervensystem? Wie ist seine natürliche Haltung? Wie wird ein Pferd richtig gedehnt? Wie ist die Spannung beim Pferd optimal? Und durch welche falsche Haltung können beim Pferd Schmerzen entstehen? All diese Fragen veranschaulichte und erklärte uns Karin mittels Bilder und den entsprechenden Erklärungen.
Doch was machen, wenn bereits Blockaden und Schmerzen vorhanden sind? Zur Behandlung dieser Probleme gibt es verschiedene Therapieformen. Dies sind Akupunktur/Akupressur, Physiotherapie und die Dorn-Osteopathie. Bei der Dorn-Osteopathie wird das Pferd ganzheitlich betrachtet. Danach werden Gelenk- und Wirbelsäulenblockaden auf die sanfte Art gelöst. Dabei wird nicht eingerenkt oder mit Reflexen gearbeitet, sondern mi den natürlichen Muskelbewegungen des Pferdes. Auch muss das Pferd nach einer Behandlung nicht stehen, sondern die lockere Arbeit unterstützt und fördert die Heilung.
Der zweite Teil des Abends fand in der Reithalle statt. Karin hat zwei Pferde mitgebracht um uns das Erklärte praktisch zu zeigen. Die beiden Pferde sind sehr unterschiedlich gebaut und müssen daher auch unterschiedlich betrachtet und gearbeitet werden. Die Einzigartigkeit eines jeden Pferdes steht immer im Mittelpunkt. Zum Schluss zeigte uns Karin, wie sie die Funktionen überprüft und Blockaden löst. Eine Behandlung dauert ca. eine Stunde und findet immer beim Pferd im Stall und somit seiner gewohnten Umgebung statt.
Die Zuhörer hatten nach dem Vortrag einige Fragen zur Dorn-Osteopathie und Karins Arbeit. Diese beantwortete Sie zum Abschluss gerne. Vielen Dank für den interessanten Abend!
Weitere Informationen sind auf der Homepage www.equidorn.ch zu finden.